Archive for April, 2018

BISS Basic am Sonntag

Und hier noch ein kleiner Nachtrag zum Basic am Sonntagmorgen…

Und schon brach der letzte Tag des BISS an. Wie schnell dann doch immer die gemeinsame Zeit vergeht. Doch bevor jeder seinen Koffer in die Hand nimmt und den Schlosshof verlässt, stand noch das letzte Basic am Sonntagmorgen auf dem Programm.

   

 

„Today is the day, that the Lord has made“.  Nachdem die letzten Nächte doch etwas kürzer waren, war dieser Motivationsspruch von Anki, die das Basic moderierte, echt passend. „Es ist zwar der letzte Tag auf dem BISS, aber trotzdem ein wunderschöner Tag, an dem Gott dir begegnen will“.

Die Predigerin an diesem Morgen war Damaris, die neue CVJM-Sekretärin für die Arbeit mit Flüchtlingen. Sie unterstützt und koordiniert die bestehende und entstehende Arbeit mit Geflüchteten, will Menschen begegnen und sich begegnen lassen. Und vielleicht auch inspirieren lassen?

 

     

  

Das Thema am heutigen Morgen lautete „Prophetie“ und Damaris stieg mit zwei Einstiegsfragen ein: „Wer von euch würde sagen, er sei ein Prophet? Was verstehst du unter Prophetie?“ Sicherlich zwei ganz spannende Fragen, um sich darüber einmal Gedanken zu machen.

Wir stiegen zunächst mit einem Blick in das alte und neue Testament ein. Was versteht man dort unter Prophetie? Im alten Testament verstand man unter Prophetie eine spezielle Beauftragung bzw. Berufung Gottes, um die Botschaft Gottes dem erwählten Volk zu überbringen. Diese Botschaft konnten entweder Gerichts- oder Gnadenworte sein, Gesellschafts- oder Kulturkritik. Der Prophet stand dem Volk oft einsam gegenüber und sein Ziel war es, das Volk zur Umkehr zu bringen, sodass sie Gottes Auftrag erfüllen. Dem gegenüber steht die Bedeutung, die das Wort Prophetie im neuen Testament erhält. Hier wird nun nicht mehr von Propheten gesprochen, sondern viel mehr von der Gabe der Prophetie, die man von Gott erhält und die in das Gesamtgeschehen der Gemeinde eingebettet ist und ihren Platz dort hat, wie alle anderen Gaben auch. Wer prophetische Weisungen gibt, dient der ganzen Gemeinde.

 

Doch was meint Prophetie jetzt eigentlich ganz genau?

… Es geht darum, situationsbedingt die Worte Gottes in die Gemeinschaft hinein zu bringen. Prophetie spricht in eine bestimmte, gegenwärtige Situation hinein und stimmt mit Gottes Wort bzw. seinem Wesen überein. Prophetie ist aber auch immer nur ein sogenanntes Stückwerk, man sieht nie das Ganze und hat nie die volle Erkenntnis über Etwas. Es ist eine Gabe, die du von Gott geschenkt bekommst.

Und wozu soll die Gabe der Prophetie denn überhaupt dienen?

… Sie dient, wie andere Gaben auch, zur Erbauung der Gemeinschaft bzw. der Gemeinde. Prophetie kann tröstend, ermutigend, ermahnend aber auch zukunftsweisend sein. Sie ist vielfältig einsetzbar und nie auf sich selbst bezogen, sondern immer auf die Gemeinschaft ausgerichtet.

Wie „bekommt“ man Prophetie?

… Auf jeden Fall eine sehr spannende Frage. Es ist ein Geschenk Gottes, über das man nicht selbst verfügen kann und welches man auch nicht selbst produzieren kann. Man muss im Gespräch mit Gott genau hinhören, auf vielleicht ungewöhnliche oder unscheinbare Gedanken achten, Gott nach deren Bedeutung fragen. Es überkommt dich nicht einfach so, dein Verstand wird nicht ausgeschaltet.

Und wie kann ich Prophetie einsetzen?

…Wichtig ist, dass du es nicht manipulativ oder absolut einsetzt („Gott hat mir gesagt…“), sondern vielmehr „Ich habe den Eindruck oder musste an dich denken…“. Man muss trotz allem dem Gegenüber bzw. der Gemeinschaft es selbst überlassen, was sie mit den Worten und Gedanken machen. Sie dürfen das selbst prüfen und das Gute daraus für sich behalten. Bevor du etwas weitergibt, prüfe du deine Gedanken und frage Gott: Ist es ermutigend für mein Gegenüber? Dient es der Erbauung der Gemeinschaft? Weist es auf Gott hin? Stimmt es mit Gottes Wort und seinem Wesen überein? Gehe verantwortungsvoll mit dieser Gabe um und denke immer daran, was für eine Macht Worte haben können. Mach dir selbst keinen Druck, sei im Gespräch mit Gott, sei sensibel für dein Gegenüber und mutig. Probiere es aus; wenn es nicht von Gott kommt, wird nichts passieren und wenn es von Gott war, dann ermutigt es und das ist ein großer Gewinn für die Gemeinschaft.

 

 

Und jetzt bist du dran. Mach dir doch mal ein wenig Gedanken über dieses spannende Thema.

                Willst du dich darauf einlassen?

                Hast du schon (positive und negative) Erfahrungen mit Prophetie gemacht?

                An welcher Stelle hast du Probleme bei dem Thema „Prophetie“? Wo hast du Fragen?

                Was nimmst du dir von diesem Thema mit? Besprich es doch einfach mit Gott.

 

 

 

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Das wars, BISS dann!

Was ist wohl die größte Sehnsucht, die wir alle gemeinsam haben und was können wir uns von Pinguinen abschauen?

Das BISS ist nun schon zwei Tage vorbei und wir wollen gemeinsam einen kurzen Blick auf die Abschlussworte von Ralf werfen.

Es ist fast schon eine Tradition, dass das Kreuz dieses mal nicht vorne, sondern in der Mitte des Raumes liegt. Festlich geschmückt mit Blumen und umgeben von herrlich duftenden Früchten, wie Erdbeeren. Ein wunderschöner Mittelpunkt, der im Kreis stehenden Stühle.

„Gemeinschaft ist die Jüngerschaft, die gemeinsam Großes schafft!“

ist der Abschlusssatz des Poetry Slams von Samira aus Linkenheim. Auf witzige und inspirierende Weise trägt sie ihren Text kunstvoll vor. Sie spricht von der größten Sehnsucht, die wir haben: Wir wollen Gemeinschaft erleben.

Nicht ohne Grund ist das erste Wort eines Kinder „Mama“ und nicht „Ich“. Wir werden schon von Geburt an in eine sehr prägende Beziehung hinein geboren. Und dieser Wunsch nach Beziehung geht auch nicht weg, wenn wir älter werden. Denn dann werden Freunde immer wichtiger und irgendwann kommt der Wunsch nach einer Partnerschaft auf.
Wir WOLLEN miteinander leben. Wir sind wie Pinguine, aufeinander angewiesen. Pinguine müssen ganz eng aneinander geschmiegt stehen. Nur so können sie überleben.

Von was wirst du reden, wenn du anderen Leuten vom BISS erzählst? Vielleicht von den Workshops, dem guten Essen und dem Lobpreis. Aber ganz sicher wirst du von der Gemeinschaft erzählen, die du erlebt hast!Und besonders wichtig sind die internationalen Gäste, nicht wahr? Wir haben die Sehnsucht, auch in größeren Dimensionen unterwegs zu sein! Ein Beispiel hierfür ist die Gründung Europas. Eine Zusammenkunft von vielen Ländern, mit unterschiedlichen Sprachen, die den Wunsch nach einer größeren Gemeinschaft verfolgen.

Auch in der Bibel wird schon von verschiedenen Nationen und Ländern gesprochen. In Apostelgeschichte 2,11 wird berichtet, dass die Apostel vom Heiligen Geist dazu befähigt wurden in verschiedenen Sprachen zu reden, sodass viele Männer aus unterschiedlichsten Nationen die Frohe Botschaft hören konnten.

Gott möchte ALLE Völker erreichen, und nicht nur eins. Er geht aufs Ganze: Er geht ALL IN.

Manchmal denken wir Dinge passen nicht zusammen, weil sie so anders sind. Wenn es dann aber doch zusammenpasst, haut es uns um und berührt uns in unserem inneren. So wie Blitz und Donner, Pech und Schwefel, Mann und Frau. Diese Dinge sind sehr unterschiedlich, gehören aber doch zusammen.

Worum geht es, eigentlich wenn Menschen zum Glauben kommen?

Nehmen wir als Beispiel die Frau aus Matthäuse 9,21, die von Jesus geheilt werden möchte und nur seinen Rockzipfel berührt. Diese Frau hatte vielleicht völlig eigennützige Gedanken und mit großer Wahrscheinlichkeit gar nicht verstanden, wer Jesus eigentlich ist. Aber sie ist trotzdem zu ihm gekommen, mit dem Glauben daran, geheilt zu werden.

Was sagt uns das? 
„Zum Glauben kommen“ ist grundsätzlich was total einfaches, auch wenn es unfassbar kompliziert scheint. Eigentlich müssen wir nur zu Jesus kommen! Es geht nicht um falsch oder richtig, denn es gibt keine Noten im Evangelium. Denn die Gemeinschaft, die wir haben, die wird uns Stück für Stück verändern.

Denn das größte Geschenk, was uns Jesus mitgegeben hat, ist die Kirche. Wir alle sind Kinder Gottes und sind Geschwister im Glauben. Wir brauchen einander und sollen füreinander da sein, auch in unserer Unterschiedlichkeit. Die Kirche ist bunt und vielfältig und wir haben oft den Eindruck, es passt alles nicht so gut zusammen, doch Gemeinschaft ist etwas, was uns geschenkt wird. Wir dürfen dieses Geschenk entdecken und merken, wo wir eine Einheit haben und wo auch Unterschiede bestehen. Diese müssen wir aushalten, und diese können wir auch aushalten. Gott schenkt nicht nur die Gemeinschaft, sondern er inspiriert sie auch. Er ist es, der uns zeigt, wie vielseitig Kirche ist und das reist uns von den Hockern und treibt uns an, neue Gemeinschaften zu gründen.

Die Welt sehnt sich nach solchen Gemeinschaften! Es geht nicht darum, viele Angebote zu schaffen, sondern um gute Gemeinschaften! Dafür braucht es kein großes Event, sondern vielleicht nur ein Bistro, sieben Leute und schon entsteht gute und prägende Gemeinschaft. Wir müssen es einfach nur ausprobieren und können dabei gar nicht viel falsch machen. Und das gute ist: Wir müssen uns um am Rockzipfel von Jesus festhalten und dürfen schon Hilfe erwarten.

Deswegen: Geht nicht nur zurück in eure CVJMs und plant und organisiert, sondern lebt und schafft Gemeinschaft. Habt den Himmel im Herz!

Wir sehen uns 2019, wenn es wieder heißt: Auf die Plätze, fertig, BISS!

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BISS Basic am Samstag

Stimmt es eigentlich, dass Gott die Welt wirklich in 6 Tagen die Welt geschaffen hat? Und wurden wirklich so viele Menschen von den Fischen und Broten ernährt?
Wie Heilig ist das heilige Buch?

Mit Kai tauchten wir am Samstag Morgen ein bisschen in die Apologetik ein. Die Apologetik ist ein Teilgebiet der Theologie, das sich mit der rationalen Rechtfertigung der Bibel auseinandersetzt.
Für Kai ist dieses spannende Thema ein Herzensanliegen. Dies liegt daran, dass er viel mit jungen Menschen zu tun hat, die aus verschiedenen Hintergründen kommen und im Lebenshaus FSJ machen. Für diese Jugendlichen ist er der geistliche Leiter und darf immer wieder feststellen, dass es herausfordernd für sie ist, aus ihrer Heimatgemeinde heraus zu kommen und mit anderen Meinungen und Auslegungen konfrontiert zu werden. Um uns zu konfrontieren hat Kai ein paar Fragen mitgebracht, die wir mit unserem Sitznachbarn diskutieren sollten.

  • Ist die Bibel Gotteswort oder Menschenwort?
  • Glaubst du alle, was in der Bibel steht?
  • Gibt es Widersprüche in der Bibel? Und wenn ja, wie gehst du damit um?

Spannende und diskussionsfreudige Fragen, die den Lautstärkepegel im Keller erheblich steigen ließen.

 

ERSTER TEIL

Die inspirierte Bibel ist EIN WUNDER

Gott, der große, allmächtige und unnahbare, sich durch die Bibel extrem klein, angreifbar und missverständlich macht, nur um uns näher zu kommen. Aber Gott riskiert das. Uns zur Liebe!

Aber ist die Bibel nun Gotteswort oder Menschenwort?

Kais Antwort darauf: Sie ist beides zugleich! Denn Gott zeigt sich durch das Menschenwort. In der Bibel lesen wir ganz menschliche Dinge, wie Anweisungen, Grüße, Gebete eines Menschen und vieles mehr. Aber auf der anderen Seite lesen wir auch Aussagen wie „Und Gott sprach…“ und „Jesus sagte…“. Also direkte Aussagen, die von Gott selbst getroffen wurden.

Um so etwas herauszufinden und zu erkennen, müssen und sollen wir die Bibel erforschen und untersuchen. Briefe haben beispielsweise andere Intentionen als die Evangelien. Sehr beeindruckend ist auch, dass die Bibel tatsächlich das bedeutendste Werk der Literaturgeschichte ist. Nicht nur, dass sie über einen Zeitraum von über 1000 Jahren geschrieben wurde, sondern auch, dass sie unfassbar genau ist! 1947 wurden alte Schriftrollen des Jesaja-Buches gefunden und mit der heutigen Übersetzung verglichen. Und tatsächlich stimmten die Worte haargenau überein! Nebenbei bemerkt ist es das am Meisten gedruckte Buch der Welt. Und dieses unfassbar historische und spannende Werk dürfen und sollen wir sogar erforschen und untersuchen! Kai ist dabei eins besonders wichtig:

Habt einen gelassenen Umgang mit der Bibel! Auch wenn andere eine andere Sicht haben.
Die Bibel wird immer missverständlich bleiben und es ist nicht unsere Aufgabe sie zu verteidigen. Gott leistet sich diese Missverständlichkeit in der Bibel.

Doch wenn die Bibel mit Menschenhand geschrieben wurde, ist sie dann nicht auch Menschenwort?

Nein! Die Bibel ist zugleich auch Gotteswort!
Kai vergleich das mit dem Bild des Tiefkühlspinats: Wenn man sich die Packung von Tiefkühlspinat anschaut, könnte man sagen, er sieht zumindest sehr nahrhaft aus. Wenn ich ihn dann aus der Kühltruhe hole, kann ich zwei Sachen machen:

  1. Ich kann ihn unter einen Schrank legen, damit er nicht mehr kippt
  2. Ein Kaninchen erschlagen

Aber damit dieser Spinat zur Nahrung werden kann, braucht er Wärme! Bei der Bibel ist es auch so: Erstmal ist sie ein Buch, über das wir diskutieren können. Etwas ganz normales. Und gleichzeitig ist sie auch Gottes Wort. Wenn der Heilige Geist sie auftaut, wird sie für uns zu Gottes Wort und Nahrhaft. Dann spricht sie in unser Leben. Wichtig ist jedoch, zu begreifen, dass wir nicht an die Bibel glauben! Kai erklärt das anhand von drei Ebenen:

  1. Ebene: Autorität/ Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist
  2. Ebene: Bibel
  3. Kirche, Konzile, Bekenntnisse, Pfarrer…

Unsere Autorität ist Gott, und an den glauben wir. Die Bibel ist nur ein Printmedium, dass das Wirken Gottes dokumentiert.
Es gibt zwei typische Umgangsarten mit der Bibel:

  • „Die Bibel ist ein Buch wie jedes andere, mit ein paar netten Ratschlägen“

Oft wird bei dieser Aussage eine Keule rausgeholt: „Denn die  ganze Heilige Schrift ist von Gott eingegeben“ (2. Tim. 3,16f).
Jedoch muss man solche Stellen im Kontext lesen. Nach diesem Vers steht im Prinzip, was die Bibel will: Sie will uns dabei helfen, Nachfolge zu leben und an Jesus dran zu bleiben.

  • „Die Bibel ist unfehlbar und wir müssen sie genauso hinnehmen wie sie ist! Lasst es uns doch einfach so lesen, wie es da steht!“

Einfache fromme Sprüche klingen verlockend, aber helfen nicht ein biblisch-fundiertes Leben zu führen.
Wir brauchen eine gute Unterscheidung von Auslegung und Anwendung. Beim lesen der Bibel müssen wir eine Brille aufziehen die beide Gläser hat.
Bei der Anwendung geht es darum: Was mach ich damit? Die Tatsache ist, dass zu verschiedenen Zeiten und Kulturen die Anwendung verschieden sein kann. Es gibt keine platte Wahrheit.
Bei der Auslegung geht es darum: Was mache ich jetzt damit? Was will dieses Stück Bibel den Menschen sagen? Wer hat es geschrieben und warum?
Auslegung führt immer wieder zur Diskussion und wir werden nie alle einer Meinung, doch das tolle ist:

Toleranz und Vielfalt ist kein Schwächeanfall der Kirche sondern im Gegenteil, ein Beweis dafür, dass sie sowas aushält und stabil ist. Es geht gar nicht darum, dass wir alle zu einer Auslegung kommen.

Als Jeremia in die Grube geworfen wurde, wurde er mit eine Seil aus zerrissenen Lumpen herausgezogen.
Die Bibel ist ein Seil, dass uns aus der Tiefe rettet. Wir wollend es aushalten und daran festhalten, damit wir aus der tiefe herausklettern können, auch wenn da Knoten drin sind.

ZWEITER TEIL

Wie inspiriert die Bibel uns?

Bevor der Buchdruck erfunden wurde, hatte noch nicht jeder eine eigene Bibel. Sie wurde nur in Gemeinschaft gelesen und nicht alleine. Die Bibel spricht auch selten nur einzelne an, sondern die Gemeinschaft:
IHR seid das Licht der Welt, nicht DU
IHR seid die Reben, nicht DU

Wir dürfen nicht erwarten Inspiration zu erhalten, wenn wir die Bibel alleine im kleinen Kämmerchen an unserm Smartphone lesen. Wir brauchen Gemeinschaft, damit die Bibel uns inspirieren kann. Inspiration hat viel mit Gemeinschaft zu tun.
Die Bibel soll in unserem Leben einen großen Platz einnehmen
„Lass das Wort Christi reichlich unter euch wohnen…“
Doch das löst häufig ein schlechtes Gewissen bei uns aus, denn unsere die Motivation ist häufig, dass wir lesen, weil wir Angst davor haben, dass Gott uns seinen Segen versagt. Doch Gott kündigt uns nicht seine Freundschaft, nur weil wir seine Liebesbriefe nicht mehr lesen. Denn das hat er gar nicht nötig.

Warum sollen wir denn dann in der heiligen Schrift lesen?

Weil wir es nötig haben!
Wir sind wie ein Korb,  mit dem man versucht Wasser zu transportieren. Man möchte ihn mit Wasser zu füllen, doch das Wasser bleibt nicht im Korb. Und man denkt, der ganze Weg war umsonst. Aber durch das ständige ins-Wasser-tunken wird er sauber. Wenn man auf den Transportweg zurück blickt, wird man feststellen, dass dort Blumen gewachsen sind.
Wir erwarten oft, von der Bibel vollends erfüllt zu werden, und wenn nicht das befriedigende Gefühl der Erfüllung eintritt, glauben wir, dass nichts geschehen ist. Doch oft passieren in unseren Leben Dinge, die außerhalb unserer Wahrnehmung liegen, und die wir eventuell gar nicht sehen. Wir legen Spuren, die wir manchmal erst lange Zeit später entdecken, oder vielleicht auch nie.

Und was ist mit den ganzen schwierigen Stellen in der Bibel? Wie geh ich damit um?

Kai nennt drei Schritte:

  1. Forschen und Nachfragen!
  2. Hut ziehen!
  3. Das tun, was wir verstanden haben und nicht immer auf das schauen, was wir noch nicht verstanden haben.

Gott wollte die Bibel so haben wie sie ist, auch mit all den schwierigen und herausfordernden Stellen. Also last uns die Inspiration erleben, indem wir gemeinsam lesen und die Gemeinschaft unter uns leben lassen. Lasst uns anfangen in unserer Familie, Jugendgruppe und Gemeinden gemeinsam Bibel zu lesen.
Kai holt eine Dreifachsteckdose heraus und zwei Lichter. Eine kleine und eine große Lampe. Diese steckt er in eine Dreifachsteckdose.
Last uns Andockstellen für kleine Lichter sein. Vielleicht will dein Nachbar etwas mehr erfahren. Last uns die Steckdose sein, aus der die Lichter, die sich bei uns andocken, Strom bekommen.
Damit die Lichter, die bei uns angedockt sind leuchten, müssen wir allerdings selber Strom ziehen.
Kai klappt seine Bibel auf und überrascht uns: Es steckt eine Steckdose drin, die die Lampen zum Leuchten bringt.

Bist du eingesteckt und verbunden mit Gottes Wort?

Die inspirierte Bibel inspiriert uns – sie ist die Kraftquelle und deswegen lasst sie uns lesen.

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BISS Freitag Abend

Nachdem die Seminarzeit am Freitagnachmittag schon ein voller Erfolg war, stand der Abend ganz unter dem BISS-Motto „Inspiration“. Mit einer sportlichen Break-Dance Einlage wurde der Abend gestartet und weiter ging es mit einem inspirierenden Poetry-Slam von Kai Günther: „Was ist BISS? BISS ist Organisation, Inspiration, Transpiration. In dem Wort Organisation steckt das Wort Organ und wir sind eine große Gruppe von unterschiedlichen Menschen mit einem gemeinsamen Ziel. Inspiration ist das, was beim BISS von außen kommt. Wir werden hier mit geistlichen Inhalten ausgefüllt und inspiriert. Und schließlich werden wir transpirieren, wir schwitzen. Wir sind ein Wohlgeruch Christi, wir werden gehen und nach Jesus riechen. Transpiration schweißt zusammen. Das BISS muss rein in uns und wieder raus. „Der Bissen sollte uns nicht im Hals stecken bleiben, das BISS sollte uns nicht im Hals stecken bleiben.“ Organisierte Inspiration geht nicht ohne Transpiration!

 

 

  

   

 

 

 

 

 

 

 

Der Abend war als ein offenes Angebot gestaltet. Im ganzen Schloss verteilt gab es die unterschiedlichsten Stationen, um Inspiration zu erfahren. Neben einem Livekonzert von Lea LaDoux, die zwischen ihren Songs selbst aus ihrem Leben und ihren Inspirationen erzählt hat, gab es noch viele weitere Inspirationsangebote. Es gab einen bunten Raum, in dem man vollkommen frei und ungezwungen viele verschiedene kreative Elemente erleben konnte und selbst kreativ werden durfte. Es gab das Angebot des prophetischen Malens und des hörenden Gebets, welche beide sehr intensiv genutzt wurden. Irina aus Bulgarien bot ein Labyrinth an, was uns an unser eigenes Leben erinnern sollte, da man im Leben auch oft nicht weiß, was sich hinter der nächsten Ecke versteckt, ähnlich wie bei einem Labyrinth. Und, und, und…Für jeden war etwas Passendes dabei.

 

     

Es wurde ein bunter Abend, ein intensiver und erlebnisreicher Abend, ein Abend voller Inspirationen.

 

 

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Inspiration des Tages

Wir haben eure Inspirationen des Tages gesammelt!

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BISS Basic am Freitag

„Weil du mich faszinierst, weil du mich inspirierst“ – mit diesem Lied eröffnete M3 das erste BISS Basic 2018. An diesem Morgen soll es um Wunder gehen. Aber was hat Inspiration mit Wundern zu tun?

   

 

Doch zunächst wurde unsere Predigerin von diesem Morgen, Sybille Wüst, gefragt, was sie denn persönlich inspiriert: „Bücher, Spaziergänge, belebte Cafés, Konferenzen…“ Inspiration kann vieles bedeuten: künstlerischer Einfall, plötzliche Erkenntnis, erhellende Idee, spontane Eingebung. In der Medizin ist mit Inspiration einatmen gemeint. Wer auf jeden Fall nicht mehr eingeatmet hatte, also wirklich komplett inspirationslos war, war der Jüngling von Nain (Luk. 7,11-17). Er war nämlich tot. Seine Mutter und der ganze Trauerzug trugen ihn gerade durch das Stadttor hinaus, als Jesus vorbeikam. Und Jesus sorgte ganz wortwörtlich für neue Inspiration: Er machte den toten Jungen wieder lebendig!

 

Bei Jesus braucht Inspiration drei Schritte und eine Grundlage. Die Grundlage ist, dass wir am Stadttor stehen, also am Durchgang. Dass wir etwas Neues brauchen oder etwas Neues wollen. Und die Schritte?

Schritt eins ist Trost. „Weine nicht!“, sagt Jesus. Nicht „Heul leiser!“, sondern „Bitte hör doch auf zu weinen.“ Jesus lässt es nicht kalt, wenn bei uns laut oder leise die Tränen fließen. Schritt zwei: Er rührt den Toten an. Jesus ekelt sich nicht – weder vor einem Leichentuch noch vor dem, was bei uns innerlich so vor sich hin verwest. Ass sticht König und das Leben, also Jesus, sticht den Tod. Immer! Warum lassen wir uns eigentlich nicht öfter von ihm berühren?

„Auch wenn ich mich unberührbar finde, findet Jesus das nicht. Jesus hilft deinem Misstrauen in dir. Und wir können Veränderung erleben.“

Zeit für Schritt drei. Selbstbewusstsein. Sich selbst bewusst sein. Jesus weiß einfach, wer er ist. Er zweifelt nicht daran, Tote aufwecken zu können, einen Auftrag zu haben. Und wir? Wir können als Söhne und Töchter Gottes direkt an höchster Stelle fragen: „Wie denkst du dir mein Leben?“ Die Antwort darauf ist garantiert göttliche Inspiration!

Also – raus aus den Stadttoren, raus aus unserer Komfortzone. Trösten lassen! Berühren lassen! Inspirieren lassen! Dafür braucht man nicht viel zu tun: Einfach die Hände ausstrecken; Gott füllt sie schon.

„Ich bin gekommen, um ihnen das Leben in ganzer Fülle zu schenken.“

 

Hier klicken zum Sketchnoting über das Basic:   SCN_0001

   

 

 

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Auf die Plätze – Fertig – BISS!

Mit einem lauten „Happy Day“ leitete M3, die diesjährige Lobpreisband, den ersten Abend des BISS 2018 zum Thema „Inspiriert“ ein. Schon am Eingang wurden Nummern an alle Teilnehmer verteilt, durch welche sie in Gruppen eingeteilt wurden. Das ließ schon erahnen, was an diesem Abend passieren sollte: Gruppenspiele. Doch nicht auf der normalen, einfachen Art, sondern mit speziellen Aufgaben. Doch dazu später mehr!
Zunächst gab es innerhalb der Gruppen ein kleines Warm-up Spiel.
Jede Gruppe musste sich auf einer eingeklappten Bierbank auf dem Boden nach Alter, Name und Größe aufstellen, ohne dabei den Boden zu berühren

Nach dieser kurzen, sportlichen Betätigung, die den ein oder anderen Gleichgewichtssinn herausforderte, durften sich alle erstmal etwas ausruhen, denn es wurden die alljährlichen, internationalen Gäste  kurz und knackig begrüßt.

Wenn ihr mehr über unsere Gäste erfahren wollt, könnt ihr unseren Blog-Eintrag dazu lesen.

                                                                                                                                                                                                                                                       

Nach der Vorstellung wurden die Gruppen an verschiedene Orte geschickt, inklusive einer Inspirationsbox. Die Inspirationsboxen beinhalteten verschiedene Aufgaben und kleine Spielchen. Die Gruppen durften freiwillig, je nach Lust und Laune, die kleinen Kennenlernspiele durchführen, oder auch einfach bei einer Tüte Gummibärchen gemütlich beieinandersitzen und sich austauschen. Ob man anhand des Instamgram-Accounts die letzten Erlebnisse teilte, oder ein Stille Post – extrem spielte, war jedem selber überlassen. Jedoch gab es zwei Aufgaben, die unbedingt erledigt werden sollten.

  1. Gestaltet die Inspirationsbox kreativ.
    Es wurden Zeitschriften, Papier, Schere und Kleber bereitgestellt und die Gruppen konnte sich kreativ austoben. Jedoch durfte gekennzeichnete Bereiche auf der Box nicht beklebt oder bemalt werden. Ihr fragt euch warum? Das werdet ich später noch erfahren!
  2. Macht ein kreatives Foto mit eurer Box und schickt es per WhatsApp.
    Diese Fotos wurden direkt im Keller an die Leinwand geworfen und konnten so von allen bewundert werden.

Nachdem alle Gruppen eine Stunde lang Zeit hatten, kamen sie mit ihren kreativ gestalteten Boxen wieder in den Keller zurück, um den Abend gemeinsam zu beenden. Die Boxen wurden aufeinander gestapelt, und tadaaa: Das Wort, dass durch die freigelassenen Stellen entstand war: INSPIRATION!

Die schönsten Boxen wurden noch mit Schokolade gekürt.
Dann schloss M3 den Abend mit den Liedzeilen „Weißt du, dass du mich inspirierst!“.
Mit diesen Worten wurden alle in den Abend entlassen.

Für die, die jedoch noch nicht genug hatten, gab es noch das BISSquit, was jeden Abend stattfinden wird. In ruhiger Atmosphäre wurde mit einem kurzen Input und akustischem Lobpreis der Tag beendet. Das Thema des BISSquit war: Liebe empfangen und Liebe weitergeben. Martyn aus Nottingham benutzte hierfür das eindrückliche Bild des Ein- und Ausatmens. Der menschliche Körper ist so geschaffen, dass er nicht nur mit einem von beiden überleben kann, sondern beides braucht. So ist es auch mit der Liebe. Wir müssen Liebe empfangen, um Liebe weitergeben zu können und da wir von Gott mit überfließender Liebe beschenkt werden, müssen wir auch irgendwann Liebe weitergeben.

So endet der erste Tag vom BISS’18 in liebevoller Atmosphäre, und vielleicht wurde ja noch das ein oder andere liebevolle Wort unten im Keller bei einer Limo, einem Gin Tonic oder einem Bier weitergegeben.

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Die Gäste auf dem BISS 2018

Hallo! Hello! Здравей! Ein Raum, viele Gäste, drei Länder, ein Gott. Bevor der große Ansturm kommt und das BISS offiziell so richtig los geht, treffen wir uns am Donnerstag Vormittag im Innenhof des Schlosses. Mit dabei die Gäste aus Plovdiv (Bulgarien), Gabrovo (Bulgarien) und aus Nottingham (England). Und so stehen wir da, viele verschiedene Menschen aus unterschiedlichen Ländern, jeder mit seiner eigenen Geschichte, anderen Hoffnungen und Erwartungen für die kommenden vier Tage auf dem BISS. Doch eines verbindet uns alle, der Glaube an Jesus und die Leidenschaft für Jugendarbeit und den CVJM. Bevor es in einen der Seminarräume des Schlosses geht, um sich gegenseitig besser kennenzulernen, steht erst einmal eine Tour durch den historischen Gang des Schlosses mit anschließendem Fototermin an. Ralf Zimmermann und Matthias Kerschbaum begleiten die bunt gemischte Gruppe auf den historischen Weg in den Keller des Schlosses und berichten über die Geschichte des Lebenshauses und wie sich dieses zum Zentrum des CVJM Baden entwickelte.

 

Nach einem doch recht windigen Fotoshooting steht dann das nähere Kennenlernen der Gäste untereinander auf dem Programm.

Zu Beginn betont Ralf Zimmermann, wie wichtig die internationalen Beziehungen des CVJMs seien, da dadurch hier auf dem BISS die junge Generation sehen könne, dass es mehr gibt, als die lokale Gemeinde bzw. CVJM.

Das Zusammentreffen zwischen Menschen verschiedenster Nationalitäten ist Segen und Herausforderung zugleich, doch auf jeden Fall sei man sehr stolz auf die vielen Beziehungen zu internationalen CVJMs. Die Gäste seien deshalb so wichtig, da man durch sie die Vielfältigkeit des Leibes Christi sehen könne, welcher genauso bunt und verschieden ist, wie die Menschen auf dem BISS.

Den Anfang der Vorstellung machen die drei Briten aus Nottingham. Hanna, Gemeindeleiterin und Mitarbeiterin bei Fresh X, erhofft sich vom BISS vor allem Inspiration für ihre Arbeit in der Heimat. „My passion is to help people to know Jesus and here I have some time to think and pray.“ Ihrem Ehemann Will liegt es auf dem Herzen, Jugendleiter zu inspirieren, damit diese gestärkt in ihre Arbeit gehen können. Genau das soll auch beim BISS passieren, weshalb sich Will so auf die Zeit hier im Schloss freut. Mit dabei ist aus England noch Martin, der zum ersten Mal im Lebenshaus ist. „The castle brings people together so does the body of christ.“

Für Irina, die mit einer großen Gruppe aus Gabrovo (Bulgarien) angereist ist und die schon seit sieben Jahren beim BISS dabei ist und somit mittlerweile schon fast zu den alten Hasen im Schloss gehört, ist der CVJM ein Ort, zu dem sie kommen kann und sie selbst sein kann. „It feels like home and that’s the reason I come since seven years.“ Einige der Gäste sind auch zum ersten Mal beim BISS dabei und sind gespannt, was sie erwartet. „I think it’s going to be great from what I have heard. I expect inspiration.“

 

 

Aus Plovdiv (Bulgarien) ist die dritte Gästegruppe angereist. „YMCA helped me to grow up as a person. Here at the BISS everybody gave us such a warm welcome and I hope to collect amazing memories at the BISS.“ Diejenigen aus der Gruppe, die schon einmal im Lebenshaus waren, freuen sich wieder sehr auf die nächsten Tage und sind gespannt auf die kommenden Ereignisse.

 

 

 

Doch eines wird immer wieder betont: die Freude und Dankbarkeit hier sein zu dürfen, die Erwartung alte Freunde wieder zu treffen und neue Freunde kennenzulernen, die Möglichkeit des lebendigen Austausches mit Anderen, die Hoffnung neue Inspirationen zu erhalten, Gemeinschaft erleben und vor allem Gott zu begegnen und aufzutanken.

 

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